PolterZHDie aktuelle Lage am Holzmarkt ist aufgrund der differenzierten Schadholzaufkommen in den Regionen sehr schwierig. Forstreviere, welche grosse Käferholzmengen zu bewältigen haben, sind mit ihrem Personal voll ausgelastet. Mehrere dieser Reviere haben bereits mehr als eine normale Jahresnutzung geerntet und müssen trotzdem in den nächsten Monaten weitere Fichten fällen, damit der Käferbefall eingedämmt werden kann. Hingegen haben Betriebe mit wenig Käferbefall kaum Arbeit für ihr Personal. Diese versuchen auf Drittarbeiten auszuweichen soweit dies möglich ist. Deren Wälder müssten aber trotzdem gepflegt werden. Nun sinken aufgrund von zu hohem Rundholzangebot auch noch die Frischholzpreise und bringen die Waldeigentümer arg in Not.  

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2019-4

BorkenkaeferDie grosse Unbekannte heisst nicht wie viel Käferholz anfällt, sondern vielmehr wie stark das befallene Käferholz verblauen wird. Dies wird für die nächsten 3 Monate der limitierende Faktor sein, wenn es um die Belieferung der Sägewerke geht. Einen gewissen Anteil an verblautem Käferholz können die Werke zwar übernehmen, sind aber aufgrund des fehlenden Frischholzes zwingend auf frisches nicht verblautes Käferholz angewiesen. Damit diese Umstellung funktioniert, benötigt es eine neue Vorgehensweise bei der Holzernte und Logistik. Erschwerend wirkt sich die Situation aus, dass die erste Käferholz-Welle mit den Betriebsferien der Werke zusammenfällt. Ab August dürften die Werke wieder aufnahmefähig sein, soweit sie nicht zu hohe Lagerbestände haben. 

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2019-3

PoltermitKranIn der Ostschweiz hat sich die angespannte Lage weiter entschärft. Trotz guten Witterungsverhältnissen hat sich die Mehrheit der Waldbesitzer an die Empfehlungen der Waldwirtschaftsverbände gehalten und Zurückhaltung in der Holzernte geübt. Folglich konnte den Verarbeitern mehr Sturm- und Käferholz verkauft werden. In den Kantonen St. Gallen, Appenzell und dem Fürstentum Liechtenstein gibt es nur noch geringe Mengen an unverkauftem Schadholz. Der Wert liegt unter 2% einer jährlichen Normalnutzung. In den Kantonen Thurgau, Schaffhausen und Zürich bewegen sich die unverkauften Mengen noch zwischen 10 bis 20% einer normalen Nutzung. 

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2019-2

WertholzLaerchenDie Aufarbeitung der Sturmholzmengen von Ende Oktober sind schon weit fortgeschritten. Die grossen Schneemengen der letzten Wochen haben zu zusätzlichen Schadholzmengen, vor allem Schneebruch geführt. Aufgrund des starken Winters konzentriert sich die Holzernte auf die wenigen zugänglichen Waldareale.  In den schneefreien Lagen halten sich alle Waldbesitzer weitgehend an die Empfehlungen der Waldwirtschaftsverbände und haben die Nadelholzernte eingestellt oder weichen auf Laubholzbestände aus. 

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2019-1

Kontakt

Tel:      071 375 60 90
Fax:     071 375 60 99
e-Mail: info@holzmarkt-ostschweiz.ch

 

kontakt