ForwarderAuswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie
Angesichts der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat seit dem 16. März die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung weiter verschärft und die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemien Gesetz verordnet. Was bedeutet dies für die Forstbranche? Grundsätzlich können forstliche Betriebe weiterarbeiten, weil davon ausgegangen wird, dass die Empfehlungen betreffend Hygiene und sozialer Distanz hier eingehalten werden können. Nur ein kleiner Trost, im Angesicht, dass der Holzabsatz stark eingeschränkt, oder gar nicht mehr möglich ist.
 

WinterschlagKäferholzmarkt hat sich erholt
In den Kantonen St. Gallen, beider Appenzell und dem Fürs-tentum Liechtenstein sind alle alten Käferholzpolter verkauft. Es gibt kaum mehr unverkaufte Lager. Im Kanton Thurgau sieht die Situation bis auf den westlichen Teil des Kantons ähnlich aus. In den Wäldern hat es aber durchaus noch viel Käferholz. Dieses wird aktuell mit den normalen Frischholz-schlägen genutzt, damit die Käferpopulation weiter reduziert werden kann. Die Nachfrage an Käferholz ist in den meisten Gebieten gestiegen und dürfte in den nächsten Monaten weiter zunehmen. Eine Entsorgung zu Tiefstpreisen ist nicht mehr notwendig. Frischholz in guten Qualitäten ist eher Mangelware. Die aktuelle Nachfrage sollte genutzt werden, um möglichst viele vom Borkenkäfer befallene Bäume zu ernten, bevor die Aktivität der Käfer wieder zunimmt.

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2020-1

LangholzWinterDie Waldeigentümer sind froh, dass sich ein nasser und kühler Herbst eingestellt hat. Damit ist vorerst auch die Entwicklung des Borkenkäfers beendet.  Im Oktober haben viele Betriebe endlich die Konzentration auf ihre Drittaufträge ausserhalb des Waldes legen können. Die Käferholzaufarbeitung wurde in vielen Orten eingestellt. In den nächsten Monaten werden nun die Bestände auf befallene Käferbäume gelegt, damit diese geerntet und aus dem Wald gebracht werden können. Bis zum Frühjahr hin muss es gelingen die in der Rinde überwinternden Borkenkäfer auf ein Minimum zu reduzieren. Gemäss der Umfrage der Ostschweizer Waldwirtschaftsverbände hat sich die Lage im Kanton St. Gallen und Liechtenstein entspannt. Unverkauftes Käferholz ist kaum mehr vorhanden.  

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2019-5

PolterZHDie aktuelle Lage am Holzmarkt ist aufgrund der differenzierten Schadholzaufkommen in den Regionen sehr schwierig. Forstreviere, welche grosse Käferholzmengen zu bewältigen haben, sind mit ihrem Personal voll ausgelastet. Mehrere dieser Reviere haben bereits mehr als eine normale Jahresnutzung geerntet und müssen trotzdem in den nächsten Monaten weitere Fichten fällen, damit der Käferbefall eingedämmt werden kann. Hingegen haben Betriebe mit wenig Käferbefall kaum Arbeit für ihr Personal. Diese versuchen auf Drittarbeiten auszuweichen soweit dies möglich ist. Deren Wälder müssten aber trotzdem gepflegt werden. Nun sinken aufgrund von zu hohem Rundholzangebot auch noch die Frischholzpreise und bringen die Waldeigentümer arg in Not.  

Hier gelangen Sie zum Holzmarktbericht 2019-4

Kontakt

Tel:      071 375 60 90
Fax:     071 375 60 99
e-Mail: info@holzmarkt-ostschweiz.ch

 

kontakt