Winterpolter 289-188Nordamerika hat die Talsohle durchschritten und der Bedarf an Schnittholz nimmt seit dem Januar wieder kräftig zu. Der bayerische Waldbesitzerverband greift zu unkonventionellen Massnahmen und veranstaltete Protestaktionen vor EDEKA-Märkten. Die Rundholzpreise haben im Tirol in fast allen Sortimenten etwas zugelegt. Die Versorgungslage der mittleren und grösseren Ostschweizer Sägewerke spitzt sich zu. Die Waldwirtschaft ist zurzeit ausserordentlich zurückhaltend. Im 2013 werden die FSC-Zertifikate der Kantone Appenzell, Thurgau und St.Gallen & Liechtenstein zusammengeführt. Die Gruppe verwaltet dann eine FSC-zertifizierte Waldfläche von mehr als 82`000 Hektaren.

Internationale Holzmärkte

Dem Vortrag von Marc Brinkmeyer, Chef der Idaho Forest Group, dem 13. grössten Schnittholzproduzenten Nordamerikas war zu entnehmen, dass Nordamerika die Talsohle durchschritten hat und der Bedarf an Schnittholz seit dem Januar wieder kräftig zunimmt. Zurzeit liegen die jährlichen Hausbaubeginne bei rund 900`000 Einheiten pro Jahr. Im 2014 wird mit der Überschreitung der 1 Mio. Grenze gerechnet. Diese Grenze ist entscheidend, da mit 1 Mio. Einheiten der Nordamerikanische Selbstversorgungsgrad mit Schnittholz nicht mehr gewährleitet ist. Dann muss Nordamerika wieder Schnittholz importieren. Im August wurden 28% mehr Baubeginne registriert als 2011. Gleichzeitig sank die Anzahl unverkaufter Häuser um 29%. Keine Überraschung für deutschsprachige Sägewerke dürfte Pepkes Einschätzung an der International Softwood Conference vom 18. Oktober in Stockholm ausgelöst haben. Bei der Einschätzung bezüglich Rundholzverfügbarkeit teilen sich die Länder Österreich und Deutschland den letzten Platz. Ähnlich knapp ist Nadelrundholz gegenwärtig nur in Finnland. Welche negativen Auswirkungen eine solche dauernde Versorgungsunsicherheit mit sich bringt wollen sich die Sägewerksbetreiber und Waldbesitzer nicht ausmalen. Diese Unsicherheit wird sich auf die künftigen Investitionen auswirken und kommt mittelfristig somit einem Zerschlagen einer gesunden und aufnahmefähigen Holzindustrie gleich.

Skandinavien

Die finnischen Holzindustrien Stora Enso und UPM in Helsinki gehören zu den grössten Konzernen der Holzindustrie. Beide Konzerne kämpfen, um ein positives Jahresergebnis erzielen zu können. Stora Enso erwirtschaftete im 3. Quartal aus einem Umsatz von 403 Mio € ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von nur € 700`000. Der Umsatz der Sägewerks- und Massivholzsparte ging im Vergleich zum Vorquartal um 9.1% zurück. Das EBIT brach um 94% ein. Bei UPM blieb im 3. Quartal ein operativer Gewinn von 3 Mio €, bei einem Umsatz von 364 Mio. €.

Deutschland

Der bayerische Waldbesitzerverband greift zu unkonventionellen Massnahmen und veranstaltete Protestaktionen vor EDEKA-Märkten. Ausschlag für diese Protestaktionen war die Tatsache, dass die deutsche Supermarktkette eine strategische Partnerschaft mit dem WWF bekannt gegeben hat. EDEKA will bis im Jahre 2015 seine Eigenmarken beim Holz- und Tissueprodukten samt Verpackung auf nachhaltige Alternativen umstellen. Dabei setzte EDEKA auf das FSC Zertifikat, was dazu führt, dass auf heimisches Holz aus Bayern verzichtet werden müsse. In Bayern sind weniger als 5% der Waldfläche FSC-Zertifiziert. Wenn sich das FSC Zeichen durchsetzt werden wohl auch die Bayern ihre Wälder unter das Zertifikat von FSC stellen müssen.

Das im angrenzenden Bodenseeraum gelegene Holzwerk Rötenbach stellt seinen Betrieb ein. Die seit Jahre unzureichende Rundholzversorgung konnte selbst den Einschichtbetrieb nicht mehr ganzjährig gewährleisten. Die Einschnitt Kapazität lag bei 120`000 fm Langholz. Noch beschäftigt das Unternehmen 55 Mitarbeiter. Diese werden mit den normalen Kündigungsfristen entlassen.

Österreich

Die Rundholzpreise haben im Tirol in fast allen Sortimenten etwas zugelegt. Damit liegt der Holzpreis allgemein immer noch auf sehr gutem Niveau. Der deutliche Preisunterschied zwischen Ost- und Nordtirol ist auch in diesem Monat gleich geblieben. In Osttirol wird für das Standardsortiment Fichte B/C um knapp 4 €/fm mehr bezahlt als in Nordtirol. Mit weiterem Schneefall werden die Nutzungen in den Hochlagen nun bald beendet werden und auch die Vorbereitungen auf den Skibetrieb führen vor allem im Unterland bereits zu Einschränkungen bei den Nutzungen. Die Erlöse bei der Fichte - Trämel B/C Mischpreis Stärkeklasse 2a-3b liegen bei (95,76 €/fm, CHF 114.- +1,9%) Der Preis für das Hauptsortiment ist im Oktober geringfügig gestiegen und damit auf dem höchsten Wert in diesem Jahr.

Italien

Der Bedarf in Italien, Österreichs Schlüsselmarkt für Schnittholz, brach heuer um weitere 1.1 Mio. m3 ein. Im Jahre 2007 waren es noch 7.2 Mio. m3. Aktuell dürften dieses Jahr die Mengen auf noch knappe 4.6 Mio. m3 zu liegen kommen. Die Bauwirtschaft wird heuer erneut um 0.6% zurückgehen. Seit 2008 fielen die Bauinvestitionen um 26% oder 43 Mrd. € auf das Niveau der späten 1970er-Jahre. Zu hohe Kreditzinsen für die KMUs und die Privatwirtschaft sind eines der Hauptprobleme. Zudem drücken hohe Arbeitslosenzahlen und die politischen Exzesse auf die Stimmung der Konsumenten.

Schweiz

Fortschritte bei der Bewältigung der Eurokrise

UngleichgesichteRAIBAIn den von der Eurokrise am stärksten getroffenen Ländern verbessern sich die aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichte. So hat sich das Defizit der Leistungsbilanz in Griechenland seit 2008 von über 15% des BIP auf rund 5% des BIP heute verringert. Spanien baute sein Defizit von rund 10% auf 2% ab, und in Portugal und Italien ist die Ertragsbilanz heute weitgehend ausgeglichen, während Irland mit einem Überschuss von über 8% aufwarten kann. Zu dieser Verbesserung leisteten tiefere Importe – einem Indikator der schwachen Konjunktur – einen wichtigen Beitrag, es kam jedoch auch wieder zu einer Belebung der Exporte. In jüngster Zeit verbesserte sich zudem die preisliche Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder, insbesondere im Vergleich zu Deutschland. Dies lässt erwarten, dass sich das Exportwachstum fortsetzt.

Ostschweiz

Die Versorgungslage der mittleren und grösseren Sägewerke spitzt sich zu. Die Waldwirtschaft ist zurzeit ausserordentlich zurückhaltend. Obwohl die Industrie ihre Preise gehalten hat und somit an ihrer Preisstabilität festhält, wird diesem Aspekt kaum Beachtung geschenkt.

Die gute Nachfrage und das hervorragende Wetter ermöglichen zurzeit eine rasche Abfuhr des Holzes. Die Zeit sollte genutzt werden Holzschläge anzugehen. Der starke Schweizer Franken drückt schon seit längerem auf den Rundholzpreis. Eine Besserung der Situation oder sogar eine mögliche Rundholzpreiserhöhung ist in der laufenden Saison als nicht realistisch zu betrachten. Es bleibt kein Spielraum für Spekulationen. Die stabile Marktlage sollte genutzt werden Rundholz in einem normalen Rahmen zu schlagen um damit die Versorgungsicherheit der Sägewerke zu garantieren.

Einige Betreiber von Sägewerken verhalten sich zudem sehr zurückhaltend in der Kommunikation. Zu gross sei die Angst vor zu hohen Preisforderungen seitens der Waldbesitzer. Besser die Sägerei stilllegen anstatt zuzugeben, dass es frisches Rundholz braucht. In den meisten Fällen ist der Waldbesitzer aber sehr bedacht und steht zu einer Rundholzversorgung seiner regionalen Abnehmer.

Weitaus schlechter ist die Situation beim Laubholzmarkt. Es gibt bedingte Absatzkanäle für die normalen und guten Qualitäten bei Buntlaubholz wie Esche, Ahorn, Ulme etc. Hingegen ist bei der Buche in den Qualitäten B und C der Absatz sehr schwierig. Als Alternative bietet die Holzmarkt Ostschweiz AG einen Absatzkanal für Buche und Ahorn und alle weiteren Buntlaubhölzer an. Sämtliche Sortimente werden an die Zellstoffindustrie geliefert. Hierfür muss das Holz aber zwingend FSC zertifiziert sein. Die Preise liegen bei circa 40-45 Franken pro Festmeter ab Waldstrasse.  

 

Die Mitglieder des Waldwirtschaftsverbandes St.Gallen & Liechtenstein haben an ihrer Generalversammlung vom 19. Oktober einer flächendeckenden Waldzertifizierung nach dem FSC-Standard für die nächsten 5 Jahre wieder zugestimmt. Zudem wurde dem Antrag der Bildung einer Ostschweizer Zertifizierungsgruppe zugestimmt. Auch die Thurgauer Waldbesitzer stimmten am 14. November an ihrer GV diesem Antrag zu. Nun steht noch der Entscheid des Appenzeller Verbandes aus. Wenn dieser positiv ausfällt, steht der Gründung einer Ostschweizer Gruppenzertifizierung nichts mehr im Wege. Im 2013 werden die FSC-Zertifikate der Kantone Appenzell, Thurgau und St.Gallen & Liechtenstein zusammengeführt. Die Gruppe verwaltet dann eine FSC-zertifizierte Waldfläche von mehr als 82`000 Hektaren.

Aussichten

Die Nachfrage nach frischem Nadelrundholz ist sehr hoch. Verschiedene Ostschweizer Betriebe benötigen laufend Frischholz. Verarbeiter, die marktgerechte Holzpreise zu branchenüblichen Bedingungen bieten, sollen jetzt beliefert werden. Die Waldwirtschaft sollte die Zeit nutzen und bei Nachfrage Holz bereitstellen. Die Holzvermarktungsstelle hat für sämtliche Sortimente viele gute und langjährige Holzabnehmer im In- und Ausland. Interessierte Lieferanten können sich bei der Holzvermarktungsstelle melden. Tel. 071 375 60 90.

dringende Empfehlung

Frisches Nadelrundholz auf den Markt bringen, sofern die Übernahme gesichert ist und die Zahlungsbedingungen stimmen.

Industrieholz unbedingt sauber sortieren nach 1. und 2. Klasse (Schleifholz/Plattenholz).

Laubnutzholz nur unter grösster Zurückhaltung nutzen und falls der Absatz gesichert ist.

 

Industrieholz

Der Bedarf an sämtlichen Industrieholzsortimenten ist sehr gut. Alle Werke benötigen frisches Schleifholz. Vor allem die Papierindustrie ist in den nächsten Monaten dringend auf Frischholz angewiesen. Frisch aufgerüstetes Schleifholz kann laufend abgeführt werden. Da die verschiedenen Werke unterschiedliche Längen benötigen, vor dem Aufrüsten Kontakt mit der Holzmarkt Ostschweiz AG aufnehmen.

 

Wertholzsubmissionen SG / Bodenseeholzgant TG

Die Plätze für die Wertholzverkäufe werden zurzeit wieder vorbereitet und stehen ab Dezember für die Anlieferung der Stämme bereit.

 

Termine für die Plätze Henau, Buchs und Kaltbrunn:

Letzter Tag für die Holzanfuhr ist der                                                4. Februar 2013

Versand Offert Listen und Bereitstellung auf der Webseite                   9. Februar 2013

Frist für Offert Eingabe an die Verkaufsleitung                                  25. Februar 2013


Die Stämme müssen bis Ende Januar bereitgestellt werden. Ihr Revierförster gibt Ihnen gerne Auskunft darüber und organisiert den Transport auf einen der Plätze.  

 

Im Kanton Thurgau findet die 12. Bodensee-Wertholz-Versteigerung wie folgt statt:

5. März 2013, Bürgerhalle Tägerwilen

 

 

 
Welche Laubholzstämme sind gesucht?

Stämme mit einem Durchmesser von mindestens 40 cm und dicker und einer Länge von mindestens 2.5m. Bei Oststämmen wie Apfel, Birne Zwetschgen und dem Nussbaum gibt es keine Einschränkungen bei der Länge und Durchmesser.

Guten Absatz finden schöne Qualitäten von Bergahorn, Esche, Ulme, Eiche, Lärche, Obstbäume und Nussbaum.

Nicht zu empfehlen sind Buchen, Kirschbäume, Tanne und Spitzahorn. Diese lassen sich nur verkaufen wenn es sich um Spitzenqualitäten handelt.

Es lohnt sich immer wieder die schönen Stämme über die Wertholzsubmissionen zu verkaufen. Nutzen Sie die Gelegenheit und sprechen Sie mit ihrem Förster. Er wird Ihnen behilflich sein bei der Organisation. Sie können sich auch direkt an die Holzmarkt Ostschweiz AG wenden. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Es lassen sich ansehende Preise erzielen. Folgende Durchschnittspreise pro Festmeter konnten im letzten Winter an den Submissionen erzielt werden. Nussbaum Fr, 1336.-, Eiche Fr. 448.-, Lärche Fr. 446.-, Ulme Fr. 281.-, Bergahorn Fr. 540.-.

Kontakt

Tel:      071 375 60 90
Fax:     071 375 60 99
e-Mail: info@holzmarkt-ostschweiz.ch

 

kontakt