ForwarderKäferholz bereits wieder gut nachgefragt
In den Kantonen St. Gallen, Appenzell und auch in Teilen des Thurgaus hat die Nachfrage nach frischem Käferholz bereits wieder zugenommen. Die meisten Sägewerke sind immer noch gut bevorratet. Lagerbestände reichen teils bis Ende März 2021. Trotzdem ist eine lebhafte Nachfrage spürbar. Den besten Preis gibt es für kurzfristig bestellte Mengen. Diese müssen auf Kundenwunsch gerüstet, abgelängt und gelagert werden. Hier gilt aber zu beachten, dass altes Käferholz oft nicht mehr der verlangten Qualität entspricht. Sobald die Rinde abgefallen ist und sich Längsrisse im Stamm gebildet haben, sollte der Baum stehen gelassen werden. Dieses Vorgehen wird auch vom Kantonsforstamt St. Gallen empfohlen. Der Kanton hat dazu entsprechend eine Medienmitteilung herausgegeben.
 

ForwarderBorkenkäfersituation weiterhin angespannt
Die aktuelle Käferholzsituation in der Ostschweiz muss differenziert betrachtet werden. Die Gesamtmengen an unverkauftem Käferholz liegen bei circa 63'000 fm. Dies ist ein ähnlicher Wert, wie der Vorjahresvergleich zeigt. Betrachtet man die verschiedenen Regionen, gibt es grosse Unterschiede zu verzeichnen. Die beiden Kantone Appenzell AR und AI, wie auch das Fürstentum Liechtenstein melden nur geringe Käferholzmengen. Im Kanton St. Gallen sind die gemeldeten Mengen zwar gleich hoch wie im letzten Sommer, aber es wird deutlich mehr Käferholz stehen gelassen und nicht mehr aufgearbeitet, da die meist abgelegenen Käfernester nicht kostendeckend aufgearbeitet werden können.

 

ForwarderWaldbesitzer im Dilemma
Die aktuelle Holzmarktlage in der Ostschweiz ist völlig unbefriedigend. Viele Waldbesitzer stehen vor einem grossen Dilemma. Es gibt immer noch tausende Festmeter unverkauftes Käferholz vom letzten Sommer und tausende Festmeter unverkauftes Frischholz von den Sturmschäden Ende Januar. Aktuell lässt sich dieses Holz nur zögerlich verkaufen. Die ostschweizer Sägewerke haben ihre benötigten Rundholzmengen bis und mit 3. Quartal 2020 bereits eingekauft und die Waldbesitzer wo immer möglich bei der Abnahme unterstützt. Mehrbedarf gibt es aber nicht. Der Schnittholz Absatz läuft stabil und auf hohem Niveau. Eine Abkühlung der inländischen Baukonjunktur und der damit verbundene Rückgang im Schnittholzbedarf, ist noch nicht zu spüren. Die meisten Betriebe haben trotz Corona Lockdown, fast auf Vorjahresniveau produziert. 
 

ForwarderAuswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie
Angesichts der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus hat der Bundesrat seit dem 16. März die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung weiter verschärft und die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemien Gesetz verordnet. Was bedeutet dies für die Forstbranche? Grundsätzlich können forstliche Betriebe weiterarbeiten, weil davon ausgegangen wird, dass die Empfehlungen betreffend Hygiene und sozialer Distanz hier eingehalten werden können. Nur ein kleiner Trost, im Angesicht, dass der Holzabsatz stark eingeschränkt, oder gar nicht mehr möglich ist.